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KULTUR im WEG – Hausschuh-Konzert * GINA PIETSCH und BARDO HENNING

16. Februar 2020 @ 17:00 - 19:30

€15,
Gina Pietsch & Bardo Henning

GINA PIETSCH und BARDO HENNING
mit  Hedy Kiesler Lamarr

Ein Monodrama von Wilhelm Pellert  mit Songs von Brecht, Eisler, Henning, Hollaender, Kästner, Kreisler, Ringelnatz,Sondheim,Tucholsky, Weill und anderen

„Jedes Mädchen kann glamourös ausschauen, alles, was es machen muss, ist stillzustehen und dumm dreinzuschaun“. Diesen Satz von Hedy Lamarr (1914 – 2000) stellt der österreichische Schriftsteller und Regisseur Wilhelm Pellert ihrer Lebensgeschichte in seinem Monodrama „Hedy Kiesler Lamarr“ voran. Nicht jeder kennt den Namen dieser Schauspielerin, die 1933 18-jährig in der Tschechoslowakei die Hauptrolle in dem großartigen Film „Ekstase“ spielt und wegen einer Nacktszene und des Bekenntnisses der jungen Frau zu einem erfüllten Sexualleben für Skandal sorgt und deren erster Film im faschistischen Deutschland auf der Stelle verboten wird. Damals hieß sie noch Kiesler und war Jüdin, die sich in Österreich, Deutschland und später Amerika zunehmend mehr antifaschistisch engagierte. Louis B. Mayer von MGM wird ihr einen Künstlernamen anempfehlen, und als Hedy Lamarr und „ schönste Frau des Jahrhunderts“ im Zusammenspiel mit Spencer Tracy, Charles Boyer, Clark Gable, Judy Garland, James Stewart und ähnlichen Größen zu einer Hollywood- Karriere verhelfen, die für ein ausgefülltes Leben hätte reichen können. Lamarr war eine Film-Diva, die „Casablanca“ ablehnte, aber sie war mehr als das. Was als zweiter Fast-Beruf nur bei ihr und niemand anderem vorkommt – sie war darüber hinaus eine Erfinderin. Sie schuf mit ihrer Erfindung der Frequenzsprungtechnik die Grundlage für unsere Handys. Das ist so anerkannt, dass ihr Geburtstag, der 9. November – 2014 übrigens ihr 100. – in 3 europäischen Ländern als Tag der Erfinder gefeiert wird.

Ein in vieler Hinsicht genüssliches und lehrreiches Stück für alle Handy-Nutzer. Dass die schöne Hedy Lamarr nicht nur eine große Hollywood-Diva war, sondern auch eine bedeutende Erfinderin, trägt Gina Pietsch mit Brecht’schem Abstand und Pietsch’schem Humor in atemberaubender Glanzleistung vor. Der Pianist Bardo Henning wird dabei zum großen Unterstützer des Spektakels – so, wie es bei der historischen Lamarr auch ein Pianist war, mit dem sie die sensationelle Erfindung machte, auf der heute jedes Handy-Gespräch basiert. Gina Pietsch, Bardo Henning sowie Autor und Regisseur Wilhelm Pellert wurden in der Vorpremiere in Wien mit viel Zwischenapplaus und lauten Bravo-Rufen belohnt.”
Cosima TV

 

 

Details

Datum:
16. Februar 2020
Zeit:
17:00 - 19:30
Eintritt:
€15,