SINNESWANDEL

KULTUR  im WEG / WolfsErwartungsGebiet

Mit allen Sinnen wandeln – durch einen großen wilden Garten – und genießen – Natur, Kultur, Kunst, Überraschungen … SINNESWANDEL.
Es war damals das erste Mal, daß der Begriff SINNESWANDEL ins Spiel kam – noch ein Traum in ziemlich weiter Ferne, das mit dem Wandeln und Genießen, erst einmal hieß und heißt SINNESWANDEL Arbeit, viel Arbeit, aber Arbeit, die Spaß macht.
Als wir loslegten, dieses Stückchen Erde im Naturpark Märkische Schweiz mit dem Hexenhäuschen drauf auf- und umzuräumen, zu gestalten, für unser Leben auszubauen, einzurichten, bekam SINNESWANDEL nach und nach neue Bedeutungen:
* die Entscheidung an sich, aus der Stadt raus – nicht gar zu weit, ca. 50 km östlich von Berlins Zentrum – auf’s Land zu ziehen – ein Sinneswandel,
* überhaupt und anders (nach wie vor – siehe scarlett-baut.de) zu bauen, selbst, nachhaltig, ohne Plastefenster, ohne Bauschaum, unter Verwendung von sogenannten alternativen Materialien, auch solchen, die ihr erstes Leben schon hinter sich haben und trotzdem für ein weiteres gut sind, Solarenergie, Pflanzenkläranlage, selbst ausgebuddelter Lehm etc. – ein Sinneswandel,
* nicht mehr „nur“ Musiker zu sein, sondern auch Veranstalter und Gastgeber zu werden – ein Sinneswandel,
* sich irgendwann, soweit wie möglich, vom eigenen Acker zu ernähren – ein Sinneswandel,
* vegetarisch – kein Sinneswandel, weil schon lange selbstverständlich.

Es blieb uns gar nichts anderes übrig als alles, was wir vorhatten und noch -haben, unter das „Dach“ SINNESWANDEL zu bringen.

Wir haben noch viel zu tun, die Ideen gehen uns nicht aus.
Das Tonstudio für eigene und Fremdproduktionen ist in Betrieb, es gibt HAUSSCHUH-KONZERTE auf der Wohnzimmerbühne im Winter, GARTEN-KONZERTE im Sommer – und und und …

Skulptur: Helmut Lattwin
Skulptur: Helmut Lattwin

Kunst, die perfekt zu uns paßt, ist schon eingezogen in Haus und Garten – siehe Bilder.
HELMUT LATTWIN – seine Galerie BAUERNFLUCH findet man in Rehfelde, Puschkinstr. 8f – schafft wundervolle Skulpturen aus Feldstein, einem Material, das wir alle hier täglich im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen treten. Er schält mit seiner Flex aber außerdem Gesichter und Figuren aus alten Pflugscharen, gebrannten Ziegeln oder zerbrochenen Marmorplatten.

Irgendwann werden auch unsere Gästezimmer fertig sein – bis dahin:
Wer uns von weiter herkommernd hier besuchen und gleich noch die Gegend genießen, laufen, radeln – der Europa-Radwanderweg R1 führt direkt an unserem Haus vorbei – und ein wenig bleiben möchte, kein Problem, siehe Links unter kulturNACHBARN.

Ihr seid herzlich willkommen – im Internet und live – siehe Veranstaltungen. 

SINNESWANDEL
Liebenhof 12
15345 Garzau-Garzin
OT Liebenhof
0173 567 13 14

SCARLETT O‘ & JÜRGEN EHLE

Kleiner Nachsatz zum WolfsErwartungsGebiet:

Unser Haus liegt am Rande der winzigen Siedlung Liebenhof, so winzig, daß selbst die Bezeichnung Dorf großkotzig klingt, ist mit mehreren anderen kleinen Flecken eingemeindet, heißt nun statt Liebenhof Garzau-Garzin. Die damit verbundene aussprachetechnisch sinnliche und schreibtechnisch zeitsparende Verbesserung einzustufen, sei dem geneigten Leser überlassen.
Unser Haus jedenfalls liegt im äußersten Außenbereich der Gemeinde, was sehr gut ist, wenn man seine Nachbarn nicht mit vermeidbarem Lärm, sprich Musik, belästigen und selbst von diesen möglichst wenig mit, manchmal durchaus vermeidbarem Lärm, wie Rasenkantenmäherbetrieb, belästigt werden möchte. Was (Außenbereich!) allerdings bautechnisch einige Überraschungen bereit hält.

Als ich das Haus von meinem Onkel übernahm, war er schon ausgezogen, und wir wohnten noch in Berlin. In meiner grenzenlosen Naivität gedachte ich, je nach Finanz- und Freizeitlage, ein wenig daran herumzubauen, um dann irgendwann einziehen zu können. Ein paar Jahre, genauer gesagt, sechseinhalb Jahre später, machte mich eine Freundin darauf aufmerksam, daß es in der Bundesrepublik, natürlich in jedem Bundesland andere, Fristen gäbe, wielange ein Wohnhaus im Außenbereich unbewohnt sein darf, um ein Wohnhaus zu bleiben. In unserer Gegend genau sieben Jahre. Danach würde der Wohnhausstatus verfallen, das Haus wäre bestenfalls noch als Scheune zu nutzen und würde, auch nicht auf Antrag und Bereitschaft zu Gebührenzahlung, weil in besagtem Außenbereich, nicht mehr zu einem Wohnhaus zurückgewidmet.
Und hier kommen die Wölfe ins Spiel.
Da munkeln Stimmen, daß es für die ländlichen Gegenden im Bundesland Brandenburg, also MOL betreffend eigentlich ganz und gar, den mittelfristigen Plan des Leerwohnens gäbe, weil es allemal für die Solidargemeinschaft billiger käme, Wölfe anzusiedeln als für ein paar wenige Dorfdeppen eine Infrastruktur zu erhalten. So munkeln sie, die Stimmen, und angesichts bestehender Infrastrukturen ist dem wenig zu entgegnen. – Versucht doch mal, mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu uns zu kommen, wenigstens einmal am Tag … –
Ich finde, es ist Platz genug für uns und die Wölfe – würde mich freuen, hier einen zu sehen. Wir jedenfalls wollen, mit dem, was wir können und gern tun, unseren Beitrag zur kulturellen Beatmung des ländlichen Lebens leisten.
Das mit dem fristgerechten Bauantrag und Einzug haben wir  hingekriegt im WEG.

Scarlett
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